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Der Urogenitaltrakt gehört zu den Organsystemen, die am häufigsten von Mißbildungen während der Entwicklung im Mutterleib betroffen sind. Oft kommt es hier zu Störungen des Harntransportes. Diese können, je nach Ausmaß, in relativ kurzer Zeit zu einer schweren Schädigung der Nierenfunktion führen. Durch moderne endoskopischen und operative Techniken lassen sich eine Vielzahl dieser Mißbildungen vollständig korrigieren. Hierzu zählen die Refluxkrankheit, die Harnleiterabgangsstenose, Urethralklappen, Ostiumstenosen und einige andere. Aber auch das äußere männliche Genital kann eine Vielzahl von Mißbildungen in unterschiedlichem Ausmaß aufweisen. Hierzu zählen die Vorhautverengung, der Hodenhochstand, die Hypospadie und die Epispadie, die Verkrümmung des Penis bei der Erektion u.s.w. Nicht in allen Fällen müssen die Mißbildungen operativ beseitigt werden. Oft sind aber plastische Eingriffe, die heute mit dünnstem Nahtmaterial und unter dem OP-Mikroskop bzw. unter Lupenvergrößerung durchgeführt werden, erforderlich. Von Bedeutung ist bei vielen dieser Eingriffe das richtige Alter des Kindes, um es vor Schäden auch psychischer Art zu bewahren. Da es sich bei uns um einen ambulanten Eingriff handelt, verläuft die Behandlung auch bei sehr jungen oder besonders ängstlichen Kindern relativ problemlos.
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