SR Dr. Ursula Solga

Dr. Matthias Solga

Fachärzte für Urologie

Inkontinenz
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Kurt-Weill-Gasse 7
12627 Berlin
Tel. 030-99400763
Fax 030-99400773Mail praxis@solga.de

Stressinkontinenz

Hier ist der Verschlußapparat der Harnblase nicht kräftig genug, den Blaseninhalt zurückzuhalten. Als Behandlung muß also der Schließmechanismus gestärkt werden. Je nach Ausprägungsgrad geschieht dies durch physikalische Therapie wie spezielle Formen der Gymnastik, durch Elektrotherapie, stützende Maßnahmen oder Operation.

Dranginkontinenz
Bei dieser Form des Harnverlustes kommt es zu unwillkürlichem Zusammenziehen des Blasenhohlmuskels, sodaß trotz heftiger Anstrengungen des Verschlußapparates Harn abgeht. So muß also die Behandlung sich nach Ausschluß von Reizursachen wie Entzündungen, Tumoren oder Steine darauf stützen, den Hohlmuskel zu entspannen.

Konsequenz:
Die sich entgegenstehenden, nahezu sich gegenseitig ausschließenden Behandlungsformen der Harninkontinenz machen eine genaue Diagnostik erforderlich, um gezielt eingreifen zu können.
In unserer Praxis führen wir sämtliche notwendigen Untersuchungen wie Blasendruck- und Harn-flußmessungen , Blasenspiegelung (Zystoskopie) und die Röntgen-untersuchungen durch. Die Elektrotherapie und die Beckenbodengymnastik als Einzel- und Gruppentherapie leitet eine erfahrene Physiotherapeutin.

Diagnostik
Insbesondere die Dranginkontinenz kann durch Überaktvität der Harnblasenmuskulatur, aber auch durch Infektionen und in seltenen Fällen durch Steine oder Tumoren verursacht werden. Daher müssen vor Therapiebeginn diese zwar seltenen, aber unter Umständen lebensbedrohenden Erkrankungen ausgeschlossen werden.Mit diesem Ziel wird eine Blasenspiegelung durchgeführt. Daraufhin kann die Blasendruckmessung erfolgen. Hierbei wird der Wasserdruck in der Blase und im Enddarm gleichzeitig mit Messung der elektrischen Beckenbodenaktivität aufgezeichnet. Eine übermäßige Aktivität des Harnblasenhohlmuskels kann deutlich durch überhöhten Druck dargestellt werden. Ein geschädigter Verschlußapparat führt demgegenüber naturgemäß nicht zu einer Veränderung des Blaseninnendruckes. So werdendie beiden Formen der Inkontinenz mit hoher Genauigkeit unterschieden.
Weitere Maßnahmen wie Röntgen oder gynäkologische
 Spezialuntersuchungen können erforderlich werden.

Therapie

Es liegt auf der Hand, daß sich auch die Behandlung der beiden sounterschiedlichen Formen des Harnverlustes erheblich unterscheidet.Daher ist eine sehr sorgfältige Diagnostik, wie beschrieben, unbedingt erforderlich.

Bei der Dranginkontinenz steht im Vordergrund die Beruhigung des Blasenhohlmuskels. Dies kann im Wesentlichen durch Medikamente geschehen. Diese Medikamente haben den gleichen Angriffspunkt und damit etwa die gleichen Nebenwirkungen, jedes Präparat wird jedoch individuell unterschiedlich vertragen. So kann bei einer großen Palette an Medikamenten das optimale ausgewählt werden. Alle diese Präparate können bedenkenlos über lange Zeit genommen werden, nach heutigen Erkenntnissen sind keine Langzeitschäden zu erwarten, alle Nebenwirkungen klingen in wenigen Stunden nach Absetzen der Medikamente ab. Zu beachten ist, daß alle diese Medikamente bei einer bestimmten Augenerkrankung, dem Grünen Star, nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Augenarzt eingesetzt werden dürfen. Eine Blasenfüllungsbehandlung kann ebenso wie eine Elektrotherapie oder andere Maßnahmen in Ausnahmefällen zur Anwendung gelangen. Die Streßinkontinenz dagegen bedarf der Festigung des Verschlußapparates. Wir werden also hier zunächst die körpereigenen Reserven durch gezielte krankengymnastische Übungen aktivieren. Sollte dies alleine nicht zum Erfolg führen, wird eine spezielle Form der Elektrobehandlung angewendet, die in der Praxis begonnen, aber zu Hause weitergeführt wird. Erst wenn sich zeigt, daß diese Maßnahmen nicht helfen, wird im Einzelfall ein kleiner operativer Eingriff zu empfehlen sein. Selten werden größere gynäkologische Eingriffe nötig.

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