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Harnblasentumor Der Anteil des Blasenkrebses an bösartigen Neubildungen beträgt 3%. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. In den letzten 20 Jahren konnte in den Industrieländern eine Zunahme der Blasentumorfälle beobachtet werden. Der Blasenkrebs ist ein Tumor der höheren Altersklasse, 5% der Neubildungen werden jedoch auch bei Patienten unter 40 Jahren gefunden. Eine familiäre Häufung ist nicht bekannt.
Risikofaktoren Zigarettenraucher, Arbeiter in bestimmten chemischen Betrieben und Patienten mit langandauerndem Schmerzmittelmißbrauch (Phenacetin) sind gefährdete Gruppen. Chronische Entzündungszustände in der Blase und Harnabflußstörungen begünstigen ebenfalls die Entstehung von Tumoren.
Früherkennung Die mikroskopische oder mittels Streifentest durchgeführte Untersuchung des Harnes auf Blutspuren ist die einfachste und wichtigste Suchmethode, und sie sollte bei Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko ab dem 40. Lebensjahr vorgenommen werden.
Warnsignale Das schmerzlose Auftreten von Blut im Harn ist ein Hauptsymptom einer Neubildung im Harntrakt und erfordert eine sofortige urologische Untersuchung. Brennen beim Wasserlassen, gehäufter Harndrang und Stechen nach der Blasenentleerung sind typische Beschwerden einer Blasenentzündung, können jedoch auch Symptome eines Blasentumors darstellen. Jede Blasenentzündung bedarf einer ärztlichen Abklärung. Eine anhaltende oder wiederholte Blasenentzündung sowie Schmerzen in der Blase bedürfen einer urologischen Untersuchung. Diagnose Die Ultraschall- und Röntgenuntersuchung der harnableitenden Wege, die Harnuntersuchung auf Tumorzellen und die Blasenspiegelung sind die wichtigsten diagnostischen Maßnahmen.
Behandlung Ein Tumor der Blaseninnenschicht kann instrumentell durch die Harnröhre abgetragen werden. Da die Rückfallhäufigkeit sehr hoch ist, muß der Patient die vorgeschriebenen Kontrollen streng einhalten. In Fällen von wiederholtem Auftreten oberflächlicher Blasentumoren kann vorbeugend eine mehrfach zu wiederholende Einspritzung tumorbekämpfender Medikamente in die Blase vorgenommen werden. Bei ausgedehnterem Befall der Blase muß diese teilweise oder völlig entfernt werden. Verschiedene Formen der Bestrahlung oder Chemotherapie können ergänzend zu den verschiedenen Operationsmethoden angewandt werden.
Ab sofort können wir Ihnen die Sie wenig belastende Methode der flexiblen Zystoskopie zur Harnblasenspiegelung auf dem neuesten Stand der Technik anbieten.
Diese moderne Untersuchungsmethode ist jedoch nicht Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Bei dem gewünschten Einsatz dieses Gerätes ist eine Eigenbeteiligung des Patienten für entstehende Mehrkosten in Höhe von 100 Euro erforderlich.
Heilungsaussichten Tumore der Harnblase neigen zum wiederholten Auftreten, und die Heilungschancen sinken, je tiefer der Krebs in die Blasenwand eingewachsen ist. Bei fortgeschrittenen Blasentumoren ist nur durch die operative Entfernung der Blase eine Heilung möglich.Aus diesem Grund sind frühzeitige Diagnose und regelmäßige Kontrolle von außerordentlicher Bedeutung.
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